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	<lastBuildDate>Mon,  4 Dec 2006 18:34:13 +0000</lastBuildDate>
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		<title>Zucht-Kaviar - Malossol Kaviar - Fasskaviar - Beluga</title>
		<description><![CDATA[Kaviar ist die Bezeichnung f&uuml;r gereinigten und gesalzenen Rogen (Eier, auch: Korn/Perle) von verschiedenen St&ouml;r-Arten, welche haupts&auml;chlich im Schwarzen Meer, Asowschen Meer und Kaspischen Meer gefangen werden, z. B. Beluga, Osietra, Sevruga. Er wird gelegentlich &quot;Schwarzes Gold&quot; genannt.<br /><br />Nach der Zubereitung unterscheidet man Malossol (mild gesalzen) und Fasskaviar (Salzkaviar, stark mit Salz gemischt). Deutscher Kaviar wird aus Rogen vom Seehasen hergestellt. Isl&auml;ndischer Kaviar wird aus dem Rogen vom Capelin hergestellt. Der teuerste Kaviar ist der Beluga-Kaviar.<br /><br />Kaviarsorten<br /><br />Drei Sorten des St&ouml;rkaviars unterscheidet man: (Sie werden nach der St&ouml;rart benannt, von der sie stammen)<br /><br />&nbsp;&nbsp;&nbsp; * Beluga: stammt vom Beluga-St&ouml;r (Huso huso, Europ&auml;ischer Hausen) und gilt als der feinste und teuerste der Kaviararten. Au&szlig;erdem ist er mit 3,5 mm Durchmesser der gr&ouml;&szlig;te. Die Eier sind hellgrau bis anthrazitfarben und mit einer sehr d&uuml;nnen Haut versehen. (blaue Deckelfarbe; sehr mild)<br />&nbsp;&nbsp;&nbsp; * Ossietra: (auch Osietra, Ossetra oder Ossiotr) hat einen Durchmesser von 2 mm und wird vom Ossietra-St&ouml;r (Acipenser gueldenstaedtii, Russischer St&ouml;r) entnommen. Es ist verglichen mit dem Beluga-Kaviar hartschaliger und unempflindlicher. Das Korn ist silbergrau bis schwarz und hat meist einen goldenen Schimmer. (gelbe Deckelfarbe; nussartiges Aroma)<br />&nbsp;&nbsp;&nbsp; * Sevruga: sind die Eier des Sevruga-St&ouml;r (Acipenser stellatus , Sternhausen) und haben eine sehr d&uuml;nne Schale und einen Durchmesser von 2 mm. Die Eier kommen in allen Graut&ouml;nen vor. (rote oder orange Deckelfarbe; kr&auml;ftig w&uuml;rzig)<br /><br />Kaviar-Selektion<br /><br />Neben den klassischen Sorten werden die Kaviarsorten von den Gro&szlig;h&auml;ndlern selektiert.<br /><br />&nbsp;&nbsp;&nbsp; * Royal Black Kaviar: wird der selektierte Kaviar von jungen Ossietra bezeichnet, der tiefschwarz ist.<br />&nbsp;&nbsp;&nbsp; * Imperial Kaviar: ist die Bezeichnung des hellen, goldbraun schimmernden Ossietra Kaviars.<br /><br />Sonstige Bezeichnungen<br /><br />&nbsp;&nbsp;&nbsp; * Lachskaviar ist nicht der klassische Kaviar, weil die Eier eine nat&uuml;rliche r&ouml;tliche F&auml;rbung aufweisen und wesentlich gr&ouml;&szlig;er sind, dasselbe gilt f&uuml;r die im Vergleich zum Lachskaviar etwas kleineren Eier des Forellenkaviar.<br />&nbsp;&nbsp;&nbsp; * Zucht-Kaviar meint den Rogen von St&ouml;ren aus Zucht. Besonders zur Zucht geeignet hat sich daf&uuml;r der Sibirische St&ouml;r (es k&ouml;nnte auch der Sibirische Hausen gemeint sein).<br />&nbsp;&nbsp;&nbsp; * Malossol Kaviar bezeichnet schwach gesalzenen Kaviar.<br />&nbsp;&nbsp;&nbsp; * Fasskaviar (bzw. Salzkaviar): bezeichnet Kaviar mit etwa 10 bis 12% Kochsalz.<br /><br />Zubereitung und Verzehr<br /><br />Die traditionelle Verpackungsform ist die luftdichte, innen beschichtete Dose f&uuml;r den nur gesalzenen, aber nicht erhitzten Kaviar. Pasteurisierter (durch kurzes Erhitzen auf 60 &deg;C) Kaviar wird in Schraubgl&auml;sern und Ring-Pull-Dosen geliefert und ist unge&ouml;ffnet &uuml;ber ein Jahr haltbar.<br /><br />Ist die Oberfl&auml;che des Kaviars nach &Ouml;ffnen der Dose glatt und gl&auml;nzend, so nennt man dies sauberer Spiegel. Bleiben jedoch einzelne Eier am Deckel der Dose kleben, so ist dies ein Beweis daf&uuml;r, dass Luft in die Dose eingedrungen oder darin geblieben ist. Der Rogen ist dann nicht von guter Qualit&auml;t oder gar verdorben.<br /><br />Kaviar sollte nicht mit Metall- oder gar Silberl&ouml;ffeln gegessen werden, da diese den Geschmack negativ beeinflussen, sondern mit Kunststoff- oder Perlmuttl&ouml;ffeln. Champagner und trockener Wei&szlig;wein sind ideale Begleiter von Kaviar, da sie dessen geschmackliche Eigenheiten unterstreichen.<br /><br />Empfehlenswert ist auch der Verzehr mit ein wenig Zitronensaft und leicht gepfeffert. Als Getr&auml;nk bietet sich Wodka an (mindestens 40% Vol.).<br /><br />&Ouml;kologie<br /><br />Mittlerweile ist es u. a. auch deutschen Zuchtfarmen gelungen, Rogen vom schwierig zu haltenden St&ouml;r zu gewinnen. Man erhofft sich hierdurch, dass sich die Wildbest&auml;nde des St&ouml;rs langsam wieder erholen. Allerdings ist die Wilderei damit keineswegs beendet, immer noch zwingt die wirtschaftliche Not an der unteren Wolga und am Kaspischen Meer viele Fischer, die Fangquoten weit zu &uuml;berschreiten. &Ouml;kologen machen daher die Konsumenten darauf aufmerksam, keinen Kaviar unbekannter Herkunft zu kaufen oder zu essen.<br /><br />Obgleich es ausreichen w&uuml;rde, das Naturprodukt &quot;Kaviar&quot; nur mit Salz haltbar zu machen, wird Kaviar oft mit E 151, E 132, E 110 und E 104 gef&auml;rbt und mit Sorbit, Natriumglutamat, Guarkernmehl, Xanthan, Johannisbrotkernmehl und Natriumbenzoat versetzt.<br /><br />Geschichte<br /><br />Der Begriff Kaviar geht wohl auf einen iranischen Volksstamm zur&uuml;ck, der am Kaspischen Meer lebt. Die Khediven waren f&uuml;r ihre K&ouml;rperkraft bekannt und a&szlig;en viel Kaviar. Das zubereitete St&ouml;rei hei&szlig;t bei ihnen Cahv-Jar und bedeutet &quot;Kuchen der Freude&quot;.<br /><br />Wirtschaft<br /><br />Im Jahr 2002 wurden nach Angaben des Statistischen Bundesamtes 17.400 kg Kaviar nach Deutschland eingef&uuml;hrt. Gegen&uuml;ber dem Vorjahr war dies ein R&uuml;ckgang um 5,4 Prozent. Der St&ouml;rrogen stammte &uuml;berwiegend aus dem Iran (77 Prozent, 13.400 kg), Russland (16 Prozent, 2.800 kg) und Rum&auml;nien (5 Prozent, 800 kg).<br /><br />Die Nachfrage nach Kaviar ist heute deutlich geringer als in den 1990er Jahren: 1993 wurden noch fast 100.000 kg Kaviar nach Deutschland importiert. Dies kann nat&uuml;rlich auch mit der gestiegenen Eigenproduktion Deutschlands zusammenh&auml;ngen.<br /><br />Im Einzelhandel werden derzeit (April 2006) je nach Bezugsquelle und Qualit&auml;t etwa 2000 bis 7000 Euro pro Kilogramm Beluga-Malossol verlangt; Sevruga und Ossietra kosten &uuml;blicherweise etwa die H&auml;lfte. Lachskaviar liegt mit 100 bis 500 Euro pro Kilogramm im Preis weit darunter.<br /><br />]]></description>
		<link>http://tabulas.com/~Kaviar/1249400.html</link>
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		<pubDate>Fri, 21 Jul 2006 14:42:37 +0000</pubDate>
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